Wir, das sind Andreas Schmidt und die Familie Mayer.
Gemeinsam betreiben wir den Pferdehof Rothmühle.
Andreas Schmidt
Besitzer des Hofes.
Zuständig für landwirtschaftliche Arbeiten, Grundfutterbeschaffung, Gebäude und Infrastruktur.
Franziska Mayer
Zuständig für die Organisation und Pferdeversorgung.
Ausgebildete Tierheilpraktikerin (klassische Homöopathie) / Tierpsychologin (Pferd)
Langjährige Pferdeerfahrung mit eigenen Pferden und auf dem Hof.
Markus Mayer
Unterstützung bei allen Arbeiten rund um den Hof.
Emilia Mayer
Die große Tochter ist in jeder freien Minute bei den Pferden und hilft auch bei der Stallarbeit.
Außerdem liebt sie das Backen und sorgt regelmäßig für leckere Kuchen zu allen Anlässen.
Paulina Mayer
Das jüngste Familienmitglied ist der Wirbelwind am Hof und sorgt immer für gute Laune.
Der Hof
Idyllisch und ruhig, eingebettet in eine wunderbare Natur, kann die Untere Rothmühle auf eine mehrhundertjährige, abwechslungsreiche Geschichte zurückblicken.
Die Untere Rothmühle war bis 1907 ein umfangreiches Gewerbegebiet. Ein Bauernhof, eine Mühle, ein Sägewerk, ein Ölstampfwerk, ein Lohstampfwerk, ein Walkwerk, ein Kalkofen, eine Köhlerei, eine Floßlände und eine Fähre über die Isar waren hier angesiedelt.
Die Mühlen versorgte ein Isarkanal mit dem nötigen Wasser. Das für Farben und für die Beleuchtung der Öllampen benötigte Öl stellte man aus Lein und Raps im Ölstampfwerk her. Im Lohstampfwerk wurde aus Eichenrinde Lohpulver gewonnen, das die Gerber zum Gerben von Leder verwendeten. Den wetterfesten Lodenstoff walkte man in heißer Lauge im Walkwerk. Der Kalkofen, für den die Frauen entlang der Isar die Kalksteine sammelten, erzeugte den Weißkalk, der zum Weißeln und Mauem sehr wichtig war. Die Köhlerei produzierte Holzkohle, die vor allem die Schmiede benötigten. Die Flößer transportierten Bretter, Kalk und Holzkohle hauptsächlich nach München.
Die Stadt München kaufte im Jahre 1907 das Gebiet der Unteren und Oberen Rothmühle, weil sie Trinkwasser für München fördern wollte. Das Vorhaben wurde nie realisiert, da das Wasser zu eisenhaltig war. Zu dieser Zeit hörten nach und nach die Betriebe zu arbeiten auf.
Reste der Köhlerei und des Kalkofens sind heute noch für das geschulte Auge im Gelände zu erkennen. Der Bauernhof bestand weiter.
Seit 1950 wird der Hof wieder als landwirtschaftlicher Betrieb bewirtschaftet, der seit 2000 als Pferdehof von Andreas Schmidt weitergeführt wird.
(Text von Marlies Hieke)
